Human Design - Projektor, undefiniertes Richtungszentrum & emotionale Autorität.

Eine inspirierende Geschichte aus meinem Leben.

Gestern hatte ich ein interessantes Aha-Erlebnis. Seit einiger fehlt es mir an dem Ort an dem ich gerade lebe an Freude und Leichtigkeit. Ich habe das Gefühl ständig ausgebremst zu werden. Wenn ich etwas gefunden habe, das mir wirklich guttut und ich dieses dann mit Freude verfolge, geschieht etwas Unvorhergesehenes und nimmt mir diese Freude, oder trübt sie.

 

Hier einige Beispiele. Ich hatte täglich wunderbare Waldspaziergänge gemacht und auf einmal gibt es dort sooo viele Mücken, dass ich fast meinen Spaziergang joggen muss. - Also keine Entspannung mehr. 

 

Dann habe ich eine riesige traumhafte Wiese gefunden und auf dieser jeden Abend Yoga gemacht. Das war ganz wunderbar, ein toller Ausgleich, einfach nur schön. – Auf einmal begannen die Gräser zu blühen und das Getreide fing an zu reifen. Meine Heuschnupfenallergie war zurück (4 Sommer im Ausland/ keine Allergie). Ich konnte nicht länger zum Yoga fahren. (Kein Waldspaziergang mehr, kein Yoga)

 

Es folgten ein paar Wochen in denen ich nur drin in meiner Wohnung war. Ich konnte nicht raus, da meine Allergie so stark war und mir das Atmen schwerfiel. 

 

Eines Tages hatte ich dann die Idee, ich könnte zum See fahren. Am See, auf einem Steg, sind die Pollen nicht so stark. Also fand ich einen zauberhaften See, an dem ich stets ganz alleine war. Super schön, viele Seerosen und Libellen. Wirklich zauberhaft. Mein neuer Lieblingsort war gefunden. Ich war glücklich. 

 

Doch dann kam ich eines Tages wieder zu meinem Steg und genau am Anfang des Stegs hat sich jemand entleert. Ein menschliches Wesen… Wirklich unappetitlich. Wieder war mir mein Platz „genommen worden“. - Wer möchte schon an solch einem Ort bleiben und meditieren? 

 

Am darauffolgenden Tag dachte ich, ich probiere den Wald noch einmal aus, vielleicht ist es gar nicht mehr so schlimm mit den Mücken… Gesagt, getan. Die Mücken waren noch immer schlimm, jedoch kamen nun auch Zecken hinzu. Dadurch, dass weniger Menschen spazieren gehen, sind die Gräser auf den Wegen etwas höher und ich sah schon Zecken an meinen Beinen. Ich versuchte diese zu entfernen, doch dann kamen so viele Mücken, dass ich wieder fast davonrennen musste. Am nächsten Tag hatte ich einen Zeckenbiss. - Das ist mein Alltag, wenn ich an dem Ort bin, an dem ich gerade lebe. Kein Drama – reine Beobachtung.


 

Gestern bin ich dann spontan ans Meer gefahren. Habe am Strand gesessen und bin spaziert und zum Tagesabschluss habe ich mich noch einmal ans Meer gesetzt und meditiert. Und als ich so saß und mit mir war, fiel mir auf, wie dieser Tag verlaufen ist. 

 

Ich folgte meinem Herzen, bin ans Meer gefahren, habe einen sehr guten Parkplatz gefunden und wollte fürs Parken bezahlen. Jedoch war der Parkautomat defekt und ich konnte meine Parkscheibe reinlegen. (ca. 12 EUR fürs Parken gespart.) Beim Bummeln und Spazieren habe ich ein Café gefunden welches viele vegane Alternativen anbietet. (Eine Seltenheit, hier wo ich lebe.) Und zu guter Letzt wollte ich mir einen zauberhaften Sommerhut in einer Boutique kaufen und die Inhaberin gab mir völlig unerwartet einen Rabatt.

 

Spürst auch Du den Unterschied? Das eine ist blockiert, wird stets ausgebremst und das andere ist absolut im Flow. 

 

Für Menschen mit einem offenen Richtungszentrum ist es sehr wichtig, dass sie am richtigen Ort sind. Denn am richtigen Ort werden sie erkannt, kommen mit den „richtigen“ Menschen zusammen und es ergeben sich tolle Gelegenheiten wie von Zauberhand. (siehe mein gestriger Tag)


Doch was mache ich nun, wenn ich feststelle, dass ich am „falschen“ Ort bin? Breche ich sofort alle Zelte ab und fliehe zum „richtigen“ Ort?


Nein, das tue ich nicht. Ich nehme mir Zeit (emotional definiert) und fühle. Ich fahre immer mal wieder zu dem „richtigen“ Ort. Oder finde neue und andere „richtige“ Orte. Ich bin dort. - Fühle. 

 

„Richtiger“ Ort bedeutet auch, ich komme mit den „richtigen“ Menschen zusammen und es ergeben sich tolle Gelegenheiten. - Ich warte also ab. Und wenn ich eingeladen werde (Projektor), mir jemand z.B. von einer Wohnung oder einem Haus erzählt, das zu mir passen könnte, dann fühle ich, ob dies für mich passt. Passt es und fühlt es sich gut an – sage ich von Herzen ja. Und ich weiß, ich bleibe im Flow.

 

Mehr gibt es nicht zu tun. Alles andere wäre handeln aus dem Kopf und aus den Geschichten, die unser Verstand erzählt. Doch was weiß unser Kopf? Unser Kopf knüpft an Erfahrungen aus unserer Vergangenheit an. Daraus resultiert, dass sich die Erfahrungen aus der Vergangenheit wiederholen. Ein Kreislauf entsteht – meist, ohne dass wir es merken.

 

Wenn wir jedoch aus diesem „alten“ Kreislauf/ Leben ausbrechen wollen, wäre es gut auch einmal etwas Neues auszuprobieren – nämlich einmal auf den Körper zu hören. - Ins Fühlen zu kommen. 

 

In Liebe, Melanie

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